Endlich lässt der Wind nach

Der nun schon seit zwei Wochen anhaltende Starkwind hielt uns einen weiteren Tag fest. Erst in der Nacht von Sonntag auf Montag ließ der böige Wind mit 20 bis 30 Knoten langsam nach.

Bei wechselnd bewölktem Himmel verließen wir unter Motor die Bucht von Tapuamu. Unser heutiges Ziel, die tiefe Bucht von Faaroa auf der Ostseite von Raiatea, hatten wir uns als strategisch günstigen Absprungpunkt für die Weiterfahrt nach Huahine ausgesucht.

Für die 17 Seemeilen lange Strecke rechneten wir unter Motor mit einer Fahrzeit von drei bis vier Stunden. Gegen den Wind zu segeln wäre innerhalb der Lagune zwischen den zahlreichen Riffen ohnehin zu mühsam geworden. Obwohl es außerhalb der gemeinsamen Lagune von Tahaa und Raiatea noch immer einen stark bewegten Seegang von bis zu drei Metern gab, konnten wir uns in der geschützten Lagune nahezu ohne Wellen fortbewegen.

Vorbei ging es an der kleinen Hafenstadt Uturoa. Neben der Hochseefähre, die die Gesellschaftsinseln täglich miteinander verbindet, lag auch das Kreuzfahrtschiff Paul Gauguin an der Pier.

Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel. Der offizielle Ankerplatz in der Mitte der Bucht war völlig leer. Dafür drängten sich sieben Boote am Kopf der Bucht. Bei wechselnden Winden lagen diese dort jedoch kreuz und quer in alle Richtungen vor Anker. Daher zogen wir es vor, zum offiziellen Ankerplatz zurückzukehren und dort an der einzigen Mooring festzumachen, was uns das Ankern in 25 Metern Wassertiefe ersparte.

Trotz der besonderen Abendstimmung mit starker Bewölkung und gelegentlichem Nieselregen versprach der weiter abnehmende Wind eine seit Langem erwartete ruhige Nacht.