Wasser in der Bilge

Heute wollte ich den neuen Festmacherleinen ein gespleißtes Auge gönnen. Dazu öffnete ich den Stauraum im Durchgang zum Vorschiff wo ich mein Spleißwerkzeug verstaut hatte. Oh Schreck, hier stand eine kleine Menge Wasser, für Schwitzwasser jedoch etwas zu viel. Und vor 2 Wochen, bei der letzten Kontrolle, war auch alles noch trocken. Die Geschmacksprobe ergab dass es sich um Süsswasser handelte, was die Fehlersuche etwas eingrenzte. Bei dem vielen Regen womöglich eine Decksundichtigkeit oder eine Leckage an unserer Druckwasserversorgung.

Nachdem wir sukzessive wieder alles trockengelegt hatten und uns im Schiff in Richtung Küche vorgearbeitet hatten, war die Stelle anhand der nassen Weinflaschenpolster auf dem Trinkwassertank eindeutig identifiziert. Jetzt war mir auch sofort wieder bewusst, dass ich gestern die Tanks randvoll gefüllt hatte. Die Kontrolle der Schlauchschellen ergab 2 lockere Schellen am Stutzen zum Füllschlauch. Kleine Ursache mit feuchtem Keller und Schrecksekunde..

Wie es weitergeht

Bei dem inzwischen herbstlichen Wetter hatten wir nun genügend Zeit über das „Wie heht es weiter ?“ nachzudenken. Heute zum Beispiel regnet es ergiebig und dauerhaft, alleine die Temperaturen sind mit 18-20 Grad sehr angenehm. Obwohl wir noch im T-Shirt herumlaufen tragen die einheimischen bereits dicke Jacken. Auch in der nächsten Zeit ist keine grundlegende Wetteränderung in Sicht und die Vorhersage gibt ab nächster Woche bis zu 6m Seegang mit SW-Wind an. Daher haben wir beschlossen über den Jahreswechsel hier in Leixoes bei Porto zu bleiben. Dafür spricht auch der relativ sichere und günstige Hafen mit unmittelbarer Nähe zum Flughafen.

Der Liegeplatzvertrag bis Mitte Januar ist abgeschlossen und die Heimflüge am 6. Dezember sind gebucht.

Bis dahin haben wir noch genügend Zeit für ein paar Wartungsarbeiten auf der ToDo Liste, denen wir uns jetzt ohne Hektik annehmen werden.

Arbeiten im Mast

Heute war ich in Hilfsmission beim Nachbarschiff, der SY-Desiderata, im Mast unterwegs. Das Ankerlicht und die Dreifarbenlaterne waren falsch angeschlossen, was dazu führte, dass das Ankerlicht nur so vor sich hin glimmte. In dem Zuge haben gleich ein neues Antennenkabel in den Mast eingezogen und die Halterung für eine neue Antenne vorbereitet, die wir morgen fertig montieren werden.

Von 18m Höhe aus hatte ich einen gigantischen Ausblick auf die Brandung, die trotz Windstille heute annähernd 2m hatte.

Unser Schiffchen wirkt von da oben auch schon richtig klein.