
Mara’amu ist der tahitianische Name für einen im Winter in Französisch-Polynesien typischen, kräftigen und kühlen Wind aus Südost.

Angetrieben von einem Hochdruckgebiet im Süden wird der ohnehin vorherrschende Passat dabei deutlich verstärkt. Nach Aussage von Einheimischen kann der Mara’amu wenige Tage, aber auch mehrere Wochen anhalten.

Uns plagt er nun seit fast einer Woche und hindert uns an der Weiterfahrt, denn außerhalb der Lagune ist mit unangenehmem Seegang zu rechnen. Zum anfänglichen Sonnenschein haben sich seit gestern auch noch Regenschauer gesellt.

Für heute ist der Höhepunkt der Wetterlage vorhergesagt: den ganzen Tag über Windstärke 6 mit Böen bis zu 35 Knoten. Erst ab morgen wird mit einer leichten Besserung gerechnet. Vorsichtshalber haben wir unser Dinghy an Deck verzurrt, damit es bei den kräftigen Böen nicht ungewollt in die Luft geht.
So werden wir wohl mindestens bis Sonntag an der sicheren Mooring in der Bucht von Tapuamu bleiben und uns mit heißem Tee aufwärmen, denn 24 Grad Lufttemperatur fühlen sich bei diesem Wind erstaunlich kalt an.