Zwischenstopp auf Moorea

Moorea ist die kleine Nachbarinsel von Tahiti. Nur 15 Seemeilen entfernt, hatten wir sie von Tahiti aus täglich vor Augen. Damit war sie ideal für einen ersten kurzen Schlag, um uns nach der langen Zeit in der Marina wieder ans Segeln zu gewöhnen.

An Segeln war wegen des zu schwachen Windes bei der immer noch immensen Welle von mehr als zwei Metern nicht zu denken. Selbst das zur Unterstützung gesetzte Großsegel brachte nur wenig Besserung bei den starken Bootsbewegungen. Also liefen wir unter Motor direkt bis zur Cook Bay und fanden neben zahlreichen anderen Booten in der zwei Kilometer tief eingeschnittenen und von hohen Bergen umrandeten Bucht einen guten Ankerplatz.

Leider bringt die jährlich steigende Zahl der hier ankernden Yachten auch zunehmend Spannungen zwischen der lokalen Bevölkerung und den Seglern mit sich. In den sozialen Medien konnten wir – wenn auch naturgemäß eher aus der Sicht der Segler – fast täglich von Vorfällen lesen, die nicht gerade zum längeren Verweilen ermuntern. Daran konnten auch die äußerst restriktiven Ankerplatzbeschränkungen hinsichtlich der Anzahl und Verweildauer der Boote nichts ändern, zumal diese erst vor Kurzem durch einen Gerichtsbeschluss wieder aufgehoben wurden.

Schade, dass auf den inzwischen immer stärker frequentierten Gesellschaftsinseln offenbar langsam Entwicklungen einsetzen, die uns schon aus der Karibik bekannt sind.