Feuer und Wasser

Es ist noch keine 300 Jahre her, als sich im Südwesten von Lanzarote die Erde über einen Zeitraum von 10 Jahren öffnete.

Am Besucherzentrum des Timanfaya Nationalparks wurde uns eindrucksvoll demonstriert, wie aktiv die Erde immernoch ist. Strohballen entzünden sich von selbst an der heißen Luft , die aus den Schloten aufsteigt.

So soll die Temperatur in nur 4 m unter der Oberfläche bei 400 Grad liegen.

Auch Grillgut gelingt hier auf natürliche Weise perfekt.

Auf einer 20 minütigen Busrundfahrt wurden wir durch eine Landschaft aus erstarrter Lava chauffiert.

In mehreren, kilometerbreiten Bahnen schob sich damals die Lava von den über 500 m hohen Vulkankegeln zum Meer hinab.

Selbst die Erosion hat es bis heute nicht geschafft, die Schlote und wild aufgetürmten Lavaschollen abzutragen.

An der Westküste, bei Los Hervideros, bildete sich aus der erstarrten Lava eine bizarre Küstenformation. Die Wellen des Atlantik branden hier mit besonders lautem Getöse an.

Unweit davon liegt das kleine Fischerdorf El Golfo. Noch nirgendwo auf der Insel hatten wir eine so hohe Dichte an Restaurants gesehen wie hier.

Auch der Lago Verde befindet sich nur wenige Gehminuten von hier. Unterirdisch mit dem Meer verbunden, gedeiht in ihm eine Alge, die ihm seine grüne Farbe verleiht.

Weiter in Richtung Süden trafen wir nach wenigen Kilometern auf die Salinen von Janubio.

Heute noch werden hier große Mengen an Meersalz abgebaut.

Auf dem Rückweg nach Arrecife besuchten wir noch das Weinanbaugebiet La Geria. Hauptsächlich wachsen hier Trauben der Sorte Malvasia. Zum Schutz vor dem Wind werden immer zwei Weinstöcke in Vertiefungen gepflanzt. Diese sind ca. 3 m tief und haben einen Durchmesser von 8 m. Die poröse Lavaasche übernimmt dabei eine wichtige Funktion, da sie die Feuchtigkeit der Nacht für den kommenden Tag speichert. Der Ertrag kann dabei bis zu 25 kg pro Weinstock betragen, was aufgrund des Geländes natürlich alles in Handarbeit bewirtschaftet werden muß.

Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen, die verschiedenen Weine direkt vor Ort zu probieren.

Unser Favorit war der nach Muskat schmeckende Süßwein.

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