Regen

Unglaublich, wo das viele Wasser herkommt. Seit gestern Abend regnet ununterbrochen. So sind wir auch heute im strömenden Regen bei Laggan aufgebrochen mit dem Ziel bis zur Neptune’s Staircase durchzufahren.

Bei der Ankunft in Banavie hatte der Himmel ein Einsehen mit uns und stellt zumindest vorübergehend seine Inkontinenz ein.

Ben Newis, der höchste Berg Schottlands mit 1345m versteckt sich hinter Wolken. Wir besuchten dann eben nur die gleichnamige Destillery an seinem Fuße.

Eine Führung war heute am Sonntag eine Stunde vor Ende der Besuchzeit nicht mehr möglich, dafür aber ein Tasting.

Wir haben uns für den 10 jährigen Single Malt entschieden und gleich eine Flasche für die Bordbar gekauft.

Auf dem Rückweg noch schnell das Inverlochy Castle besucht. Nichts besonderes, eine Ruine wie viele andere Ruinen hier in Schottland.

Zurück zum Boot konnten wir schon einmal die Schleusentreppe von morgen zu Fuß abgehen. Mit den Lockkeepern ist Schleusenbeginn um 8 Uhr vereinbart und für den Schleusenvorgang werden ca. 2-3 Stunden benötigt.

Loch Lochy

Auf dem Weg zum Loch Lochy mussten wir zunächst eine Drehbrücke passieren um danach in die sogenannte „Laggan Avenue“ einzufahren. Dies ist die höchste, komplett mit Bäumen umgebene und zugleich die schmälste Passage im Caledonian Canal. Danach geht es somit wieder bergabwärts.

Bei Laggan, am Eingang zum Loch Lochy, brachte uns eine Schleuse mit 2 Kammern auf das Niveau des Sees hinunter. Da jetzt auch wieder starker Regen eingesetzt hatte, haben wir uns entschlossen für heute nicht weiter zu fahren. Der Pontoon der örtlichen Hausbootvermietung bot sich als idealer Übernachtungsstop mit Landzugang und Strom und Wasser am Steg an.

Beim Spaziergang in einer Regenpause entdeckten wir im Kanal vor der Schleuse eine Rarität. Ein schwimmendes Pub, welches sogar als einzigstes schwimmende Pub im Kanal beworben wurde.

Leider hatte die Eagles Barge dieses Wochenende geschlossen. Dann werden wir unser Bier heute abend wohl an Bord trinken müssen.

Abgesehen von der Natur ist hier in Laggan nichts geboten, so daß wir unseren Spaziergang auch bald beendet konnten.

Der Blick nach Südwesten kündigte auch bereits den nächsten Regen an. Dieser war dann auch anhaltender und hatte in Boen mehr als 35 kn Wind im Gepäck. So sind sie wohl, die schottischen Highlands, denn auch für die nächsten Tage ist kein besseres Wetter in Aussicht.

Loch Oich

Nachdem es anfänglich trocken und heute mit 18 Grad sogar recht war war, hatten wir Fort Augustus gegen 10 Uhr in Richtung Loch Oich verlassen.

Nach 2 Schleusen aufwärts und einer Drehbrücke fuhren wir in den Loch Oich ein.

Nach 2 Stunden und 6 sm haben wir uns mit beginnenden Regen hier im Loch Oich für heute zu bleiben. Dazu haben wir an einem der wenigen Anlegestege hier, direkt bei der Ruine Invergarry Castle, festgemacht.

Trotz Regen die Wanderstiefel angezogen und die Umgebung erkundet.

Das Castle, direkt vor der Anlegestelle, ist nur noch eine Ruine, welche man wegen Einstutzgefahr auch nicht mehr betreten darf. Wenn man gerade hier ist, ist es schön anzusehen, jedoch extra herfahren lohnt sich eigentlich nicht. Weiter ging es zum Monument „Well of the seven Heads“.

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Mit etwas Phantasie kann man der Gravur die Geschichte um diesen Ort entlocken.

Den Rückweg nahmen wir durchs Hinterland und mussten dazu kräftig Höhenmeter machen.

Viel intakte Natur und alle paar Meter stürzt sich ein Bäch in die Tiefe. Ist ja auch kein Wunder bei dem vielen Regen hier.

Und alles ist so satt grün und dicht bewachsen, wandern abseits von Wegen ist daher nicht möglich.

Zum Abschluss unserer Wanderung haben wir uns total durchnässt im Hotel Glengarry Castle einen „Afternoon Coffee with Scones und Cakes“ gegönnt, den wir in Library des Schlosses einnehmen durften.

Loch Ness

Nach anfänglichem Regen besserte sich das Wetter heute zunehmend. Leider war es mit dem Segeln nicht weit her, entweder kein Wind oder Böen mit über 20kn und dann genau von vorne.

Der Loch Ness ist fast 20sm lang und hat außer der Ruine vom Urquhart Castle nur noch Natur zu bieten. So sind wir dann auch in einem Stück durchgefahren. Dies war auch gut so, denn am Nachmittag gibt es je nur 1 Schleusung auf- und abwärtswärts in Fort Augustus.

Nach der Drehbrücke fuhren wir als letztes Boot in die erste von fünf Schleusenkammern ein. Zur nächsten Kammer wird das Boot entweder von Hand gezogen oder durch Motor gefahren, wobei einer (Rita) an Land war und sich um die Leinen kümmert hat.

So dauerte die ganze Prozedur doch geschlagene zwei Stunden bis wir oberhalb der Schleuse am Steg für die Nacht festgemacht hatten.

Anschließend haben wir uns unter die vielen Touristen gemischt, die hier in Fort Augustus doch recht zahlreich das 621 Einwohner stärke Örtchen belagern.

Das Abbey ist jedoch neben der Schleusentreppe, den vielen Souvenierläden, Pubs und Restaurants so ziemlich alles was es zu sehen gibt.

Und Nessi hat sich auch nur als Kunstobjekt gezeigt, wahrscheinlich war heute zu schönes Wetter.