
Fakarava ist das zweitgrößte Atoll der Tuamotus. Das Atoll besteht aus rund 190 schmalen Koralleninseln (Motus), die mit einer gesamten Landfläche von lediglich 16 Quadratkilometern eine 1.147 Quadratkilometer große Lagune umschließen.

Wir ankerten vor der Hauptsiedlung Rotoava in einem reglementierten und speziell ausgewiesenen Ankergebiet. Seit 2006 gehört Fakarava zum UNESCO-Biosphärenreservat der Tuamotu-Inseln. Ziel ist der Schutz der einzigartigen Artenvielfalt sowie die Förderung eines nachhaltigen Tourismus.

Bei unserem ersten Landgang führte uns der Weg zunächst zum Rathaus, wo wir die Touristensteuer und die Müllgebühr entrichteten. Für unseren zweiwöchigen Aufenthalt summierte sich das auf einen stattlichen Betrag von umgerechnet 25 Euro.

Dafür erlebten wir aber auch, dass Mülltrennung hier erstmals wirklich konsequent umgesetzt wurde.

Bei unserer Wanderung entlang des Außenriffs waren wir über viele Kilometer hinweg völlig allein unterwegs. Die schroffen Korallenformationen luden allerdings auch nicht gerade zum Baden ein.

Ganz anders präsentierte sich die Lagune. Etwa zwei Kilometer südlich der Hauptsiedlung Rotoava erreichten wir das erste Urlaubsresort.

Auf dem Foto lässt sich in der Bildmitte ein Hai erkennen, der gemächlich durch die flache Lagune schwamm und sich von den Badegästen überhaupt nicht stören ließ.

Auch wir legten dort eine Pause ein und genossen ein paar gut gekühlte Getränke, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Entlang der einzigen Straße reihten sich gepflegte Wohnhäuser mit liebevoll angelegten Gärten aneinander. Im Gegensatz zu den Marquesas-Inseln wuchsen hier jedoch – abgesehen von Kokospalmen und Brotfruchtbäumen – kaum noch andere Obstbäume.

Neben einigen kleinen Läden war die Versorgung mit einer Tankstelle sowie drei Supermärkten, von denen einer sogar über eine eigene Bäckerei verfügte, deutlich besser als auf manch einer Insel der Marquesas.

Das Schönste an unserem Aufenthalt war bislang jedoch die himmlische Ruhe in der Lagune. Keine einzige Welle störte die Wasseroberfläche, lediglich ein paar leichte Windkräusel zogen darüber hinweg und brachten unser Boot nicht einmal ansatzweise zum Rollen. Genauso hatten wir uns einen Ankerplatz im Südpazifik erträumt.
Na, das sieht aber romantisch aus. Die Rechteckform gibt aber Rätsel über die Entstehung auf. Rechteckige Vulkane, auf deren Ränder sich Korallen bilden, kann ich mir nicht vorstellen. Sehr rätselhaft – aber spannend.
Hallo Jürgen,
meines Wissens entstehen Atolle, wenn eine vulkanische Landmasse langsam im Meer versinkt und sich daraufhin Korallen auf dem Plateau und drum herum bilden. Muss also nicht nur von einem einzelnen Vulkan sein.
Gruss Hartmut