Wir verlegen nach Hakatehau

Leider zeigte sich das Wetter in den letzten Tagen von seiner wechselhaften Seite. Auch der Ankerplatz von Hakahau überzeugte uns nicht vollständig, sodass wir nach Abschluss unserer Einkäufe beschlossen, den Liegeplatz zu wechseln.

Den Großteil unserer Vorräte hatten wir bereits in Taiohae eingekauft. Auf unserer Einkaufsliste standen nur noch Reis, Mehl und frisches Obst. Letzteres wurde uns sogar direkt zur Anlegestelle geliefert, sodass uns das Schleppen von rund 20 Kilogramm Pampelmusen, Mangos, Limetten und Bananen erspart blieb.

Für die bevorstehende Fahrt durch die Korallenatolle der Tuamotus fehlte mir allerdings noch eine Kleinigkeit: einfache Fischerbojen, mit deren Hilfe sich die Ankerkette über dem Korallengrund aufschwimmen lässt. So wird verhindert, dass die Kette über die Korallen schleift oder sich um diese verwickelt und sie somit beschädigt. Schließlich gelang es mir hier auch noch die benötigten Bojen von einem Einheimischen, der das Fischen aufgegeben hatte, zu erwerben.

Vor der Abfahrt musste jedoch zunächst wieder der Heckanker geborgen werden. Dieser hatte sich so tief in den Sand-Schlamm-Boden eingegraben, dass wir das Boot fast zehn Minuten lang mit kurzer Heckleine und den Wellen direkt über dem Anker arbeiten lassen mussten, bevor er sich schließlich aus dem Grund löste.

Der neue Ankerplatz lag nur fünf Seemeilen entfernt und bot deutlich ruhigere Bedingungen sowie mehr Platz zum Schwojen. Auf einen Heckanker konnten wir hier deshalb verzichten und den Ausblick auf die Vulkanspitzen in deutlich entspannterer Atmosphäre genießen.