
Lange wussten wir gar nicht, dass wir trotz der eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten in der Anaho-Bucht gleich zwei Obst- und Gemüsefarmen in fußläufiger Entfernung hatten.

Da unsere Vorräte an frischem Gemüse langsam zur Neige gingen, machten wir uns auf den Weg, eine der Farmen zu besuchen. Dazu folgten wir einem gut ausgebauten Pfad entlang des Strandes in östlicher Richtung.

Um in die Nachbarbucht Baie de Ha’atuatua zu gelangen, mussten wir einen flachen Pass mit nur 20 Höhenmetern überqueren. Der Pfad war gut ausgetreten und problemlos zu finden. Der Blick zurück zeigte unseren Ankerplatz mit den fast die gesamte Bucht säumenden Sandstränden.

Oben angekommen konnten wir bereits von Weitem die Plantagen erkennen, die wir nach wenigen Minuten bergab erreichten.

Der Besitzer Moana war trotz der Mittagshitze noch schwer mit Umgraben beschäftigt. Als er uns sah, kam er jedoch sofort auf uns zu und führte uns für unseren Einkauf persönlich zu den einzelnen Feldern.

Zuerst gingen wir zu den Gurkenpflanzen. Dort musste er allerdings etwas länger suchen, da er für den Gemüsemarkt in Taiohae bereits einen Großteil der heutigen Ernte ausgeliefert hatte.

Ähnlich sah es bei Paprika und Auberginen aus, dennoch fand er noch genügend Gemüse für uns.

Bei den Wassermelonen durften wir uns selbst bedienen und uns die schönsten Exemplare aussuchen.

Frische Kräuter wie Basilikum und Rosmarin sowie Bananen gab es direkt an seinem Wohnhaus, das eigentlich nur aus einer nach drei Seiten offenen Überdachung bestand. Abgerechnet wurde unabhängig von der Ware einfach nach Gewicht. So machten wir uns schließlich mit einem über zehn Kilogramm schweren Rucksack und umgerechnet etwa 25 Euro weniger in der Tasche auf den Rückweg.

Auf den schmalen Pfaden ist das Pferd noch immer das Transportmittel der Wahl. So begegnete uns auf dem Rückweg ein Arbeiter der Farm, der gerade von der Auslieferung der heutigen Ernte zurückkam. Das Gemüse wird zunächst per Boot nach Hatiheu transportiert und von dort mit dem Auto weiter zum Markt nach Taiohae gebracht.
Mit unserem erntefrischen Einkauf waren wir für die nächsten Tage auf jeden Fall bestens versorgt.
Wow, frisches Gemüse direkt vom Feld – ökologischer gehts nicht. Liebe Grüße