Zurück nach Tahuata

Nach zwei Wochen auf Fatu Hiva und vielen intensiven Erlebnissen wurde es Zeit, weiterzuziehen. Die Windvorhersage versprach mit leichtem Nordostwind ideale Bedingungen für die Überfahrt nach Tahuata.

Als wir vor einer Woche in die Hanavave-Bucht einliefen, war sie mit über 20 Booten rappelvoll und einen guten Ankerplatz zu finden war auf dem schnell abfallenden Grund nicht einfach. In den darauffolgenden Tagen lichtete sich das Feld zunächst, da ein Großteil der Yachten weiterzog. Doch seit dem Wochenende füllte sich die Bucht erneut, und die Ankermanöver der Neuankömmlinge wirkten zunehmend chaotisch.

Als am Morgen unserer Abfahrt dann auch noch dunkle Wolken aufzogen und leichter Regen einsetzte, war klar: Jetzt ist der richtige Moment, weiterzuziehen.

Langsam verließen wir die schützende Bucht und mussten zunächst die ersten zwei Seemeilen unter Motor zurücklegen, um aus dem Windschatten der Insel zu gelangen. Kaum hatten wir freieres Wasser erreicht, setzte auch schon der Wind ein.

Bei angenehmen 10 bis 15 Knoten Halbwind füllten sich die Segel, und die Kirke nahm Fahrt auf. Mit bis zu 6,5 Knoten glitten wir durch das Wasser – ein ruhiger, fast müheloser Segeltag. Schon gegen 13 Uhr erreichten wir die Südspitze von Tahuata.

Im Lee von Tahuata herrschte dann wieder nahezu Windstille. Unser Ziel, die Bucht von Hanatefau lag jedoch schon in Sichtweite. Gegen 14 Uhr fiel schließlich der Anker – neben vier weiteren Booten, eingebettet in die ruhige, fast abgeschiedene Kulisse nahe Hapatoni.