Auona Fun Race

Der Va’a-Sport ist ein Symbol für Gemeinschaft, Teamgeist und gelebte Tradition – und ein zentraler Bestandteil der Kultur Französisch-Polynesiens. Die charakteristischen Auslegerkanus mit ihrem seitlichen Stabilisator gehen auf die polynesischen Seefahrer zurück, für die sie einst unverzichtbar bei der Besiedlung des Pazifiks waren.Heute jedoch verwandelte sich die sonst ruhige Ankerbucht vor Omoa in eine lebendige Va’a-Wettkampfarena – und wir waren mittendrin.

Va’a ist heute ein hochorganisierter Wettkampfsport. Beim Fun Race wurden die Rennen sowohl im Einer als auch im Sechser-Team ausgetragen – auf einer Sprintstrecke in der geschützteren Bucht ebenso wie auf einer längeren Ausdauerdistanz draußen im offenen Meer vor Omoa.

Um nicht selbst zum Hindernis auf der Sprintstrecke zu werden, verlegten wir bereits am Vorabend unseren Ankerplatz etwa 100 Meter weiter nach Süden. So hatten wir am nächsten Morgen einen perfekten Logenplatz für die spannenden Sprintrennen.

Längst ist der Va’a-Sport keine reine Männerdomäne mehr: Auch Frauen traten sowohl in den Einer- als auch in den Sechser-Wettbewerben an – mit beeindruckender Kraft und Präzision.

Und wie man unschwer erkennen kann, wurde hier Kopf an Kopf hart gekämpft.

Am Nachmittag gingen wir an Land und mischten uns unter die zahlreichen Zuschauer in Omoa, das sonst eher ruhig und verschlafen wirkt. Gemeinsam verfolgten wir die Zieleinläufe der Ausdauerwettbewerbe.

Mit einer Streckenlänge von über sechs Kilometern blieb zwischen den Zieleinläufen genügend Zeit, um sich am Grillstand zu stärken und das Geschehen entspannt zu genießen.

Gegen späten Nachmittag zeigte sich schließlich noch die Sonne am heute überwiegend grauen Himmel – genau passend zu den vielen Siegerehrungen, die folgten.

Symbolisch hier das Gruppenbild der Mannschaft Kua Moehau von der Insel Hiva Oa, die neben zahlreichen Einzelsiegen auch einen besonderen Pokal mit nach Hause nahm.