Baie Hanamoenoa

Unser erster Stopp in der Bucht Hanamoenoa auf der kleinen Insel Tahuata zählt laut unserem Cruising Guide zu den Top 3 in Französisch-Polynesien.

Schon der erste Eindruck wurde diesen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht: grüne Hügel, tiefblaues Wasser und – eingerahmt von steilen Klippen – ein mit Palmen gesäumter Sandstrand. Trotz teilweise kräftiger Fallwinde, die vom Passat angeregt die Hänge hinabjagen, lagen wir hier erstaunlich ruhig.

Damit stand auch der Reinigung des Unterwasserschiffs nichts mehr im Weg. Bei knapp 30 °C Wassertemperatur und nährstoffreichem Wasser bildete sich innerhalb weniger Wochen ein erstaunlicher Bewuchs.

Besonders auf den Metallflächen – etwa an den Anoden und am Propeller – hatte sich bereits eine Art „künstliches Riff“ gebildet: harte Seepocken und weiche Entenmuscheln, die sich nur mit einem Metallspachtel entfernen ließen. Erstaunlicherweise hatten wir trotz dieses Bewuchses immer noch ausreichend Vortrieb.

Am Rumpf selbst saßen vor allem im Heckbereich und entlang der Wasserlinie bunte Entenmuscheln, die sich jedoch mit Bürste und Kunststoffspachtel vergleichsweise leicht entfernen ließen.

Ein Erlebnis der besonderen Art war der morgendliche Besuch von Mantarochen in der Bucht. Bereits ab etwa 5:30 Uhr beobachteten wir – bereit zum Sprung ins Wasser – gespannt die Oberfläche und wurden fast jeden Morgen in Bootsnähe fündig.

Wir hatten bewusst am äußeren Rand der Bucht geankert, um direkt mit diesen majestätischen Tieren schnorcheln zu können.

Es ist faszinierend zu sehen, wie sie mit ihren Flossen das Wasser in ihr riesiges Maul lenken und dabei Plankton und Kleinstlebewesen herausfiltern.

Wo die Mantas ihre Kreise ziehen, ist natürlich auch sonst reichlich Leben: Schwärme von Fischen sammeln sich im nährstoffreichen Wasser.

Spätestens gegen 8 Uhr verschwanden die Rochen wieder – und wir konnten mit neuen Eindrücken zum Frühstück gehen.

Erst am Nachmittag, wenn die Sonne etwas tiefer stand, gingen wir an Land. Ein kurzer Spaziergang am Strand, ein Bad im seichten Wasser.

Meist ergaben sich dabei ganz nebenbei die besten Tipps und Gespräche mit anderen Seglern zu den nächsten Zielen.

Auch wenn wir noch etwas Übung brauchen, hat sich unser Stand-up-Paddleboard inzwischen als bevorzugtes Fortbewegungsmittel etabliert. Gerade beim Anlanden ist es deutlich praktischer als das Beiboot, da sich die Brandung leichter überwinden lässt.

Selbst der Transport von Kokosnüssen für den abendlichen Sundowner funktioniert damit erstaunlich gut.