Inselwechsel nach Tahuata

Nur wenige Seemeilen südwestlich von Hiva Oa liegt die Insel Tahuata. Nach den rolligen Bedingungen in unserer bisherigen Ankerbucht und dem häufigen Regen der letzten Tage fiel uns die Entscheidung leicht, auf die geschützte Leeseite der Nachbarinsel zu verholen.

Unsere bisherige Ankerbucht erinnerte zuletzt eher an den Maroni River als an eine Südseelagune. Die starken Regenfälle hatten über einen kleinen Bach so viel Sediment ins Meer gespült, dass sich die gesamte Bucht von Tahauku in eine braune Brühe verwandelte – durchsetzt mit allerlei Treibgut.

Zunächst mussten wir uns rund zwei Seemeilen gegen Wind und Strom vorarbeiten. Danach konnten wir endlich die Segel setzen und Kurs zwischen den Inseln nach Westen nehmen.

An der Südwestspitze von Hiva Oa, mit ihren beeindruckenden, steil aufragenden Klippen, zeigte sich dann endlich die Sonne. Mit Wind und Wellen von achtern wurde die Fahrt zunehmend angenehmer – fast schon ein Genuss nach den letzten Tagen.

Auch die Nordspitze von Tahuata hat eindrucksvolle Klippen zu bieten, wenn auch etwas weniger dramatisch. Genau hier, zwischen den beiden Inseln, kam zusätzlich eine kräftige Strömung von etwa zwei Knoten hinzu, die uns förmlich nach Westen schob.

Schon kurze Zeit später erreichten wir unser Ziel: die Bucht Hanamoenoa.

In etwa 10 Metern Wassertiefe fiel der Anker in sandigen Grund. Ein leichter Windhauch kräuselte die Oberfläche, nur kleine Wellen liefen sanft in die Bucht. Endlich konnten wir das ständige Hin- und Herrollen der Kirke hinter uns lassen.
So fühlt sich also Südsee an.