30. Seetag nach Franz. Polynesien – Endspurt mit Besuch und kleinen Pannen

Nautische Daten (So. 22.3.26 12:00 GMT-9:30)
POS: 9° 49,2′ S 138° 16,4′ W
LOG: 3286 sm
ETMAL: 110 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 45 sm
ETA: 23.03.2026 (+1 Tage)

Wassertemperatur: 29,3 °C
Lufttemperatur: 28,8 °C
Luftfeuchtigkeit: 74 %

Die Lage

Ein Tag mit schönem Wetter und gutem Wind. Nicht zu stark und nicht zu schwach – und vor allem aus Südost, sodass wir einigermaßen direkt auf unser Ziel zulaufen konnten.

Die Marke von 100 Seemeilen Reststrecke fiel noch vor Mitternacht.

Das Ereignis des Tages

Da wir nicht allein auf dieser Route unterwegs sind, holen uns langsam die schnellsten Boote der World ARC Rallye ein, die etwa zehn Tage nach uns auf den Galápagos-Inseln gestartet sind.

Am frühen Nachmittag machte der 53 Fuß lange Katamaran OFFBEAT einen kurzen Abstecher zu uns – inklusive kleinem Fotoshooting. Mit seinem rund 220 m² großen Parasailor lief er über 8 Knoten und kam schnell von achtern auf.

Nach kurzem Funkkontakt und dem Austausch unserer Kontaktdaten verschwand er auch schon wieder in Richtung Horizont. Vermutlich wird er die Marquesas etwa einen Tag vor uns erreichen.

Danke an David für das tolle Video von Kirke

Bordalltag

Da unsere Toilette unterhalb der Wasserlinie liegt, gehört es zum Bordalltag, bei jeder Nutzung die Seeventile für Einlass und Auslass zu öffnen – und anschließend wieder zu schließen.

Etwa eine Stunde nach Beginn von Ritas Nachtwache sprang die Bilgenpumpe an. Zunächst nichts Ungewöhnliches, da auch das Kondenswasser des Kühlschranks gelegentlich abgepumpt wird. Als die Pumpe jedoch 15 Minuten später erneut anlief, war klar: Hier stimmt etwas nicht.

Also raus aus der Koje, Bodenplatten anheben und ein Blick in die Bilge. Alles soweit in Ordnung – nur ein kleines Rinnsal kam aus dem Ablauf des Badezimmers.

Die Ursache war schnell gefunden: Das Einlassventil der Toilette stand noch offen. Die Toilette lief über und das Wasser hatte sich darauf seinen Weg über den Duschablauf in die Bilge gesucht.

Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit – vermutlich noch etwas verschlafen zu Beginn der Wache.

Nach diesem nächtlichen Schreck war an Schlaf nicht mehr zu denken. Stattdessen widmete ich mich dem Sternenhimmel. Der Mond war bereits untergegangen, und bei klarem Himmel leuchteten die Sterne besonders intensiv. So gelang erneut ein Schnappschuss aus der Hand – diesmal vom Sternbild Zentaur, in dessen Nähe auch das Kreuz des Südens steht.

Ausblick

Nun beginnt der Endspurt: nur noch etwa 45 Seemeilen bis zum Ziel. Land müsste bald in Sicht kommen – wir können es kaum noch erwarten.

Ein Gedanke zu „30. Seetag nach Franz. Polynesien – Endspurt mit Besuch und kleinen Pannen“

  1. Hallo zusammen,
    Nun habt ihr es fast geschafft. Gratuliere!
    Für mich wäre das nix.

    Gruss Josef

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