28. Seetag nach Franz. Polynesien – Endlich ein Tag ohne Überraschungen.

Nautische Daten (Fr. 20.3.26 12:00 GMT-9)
POS: 9° 35,8′ S 134° 55,4′ W
LOG: 3062 sm
ETMAL: 102 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 243 sm
ETA: 23.03.2026 (+3 Tage)

Wassertemperatur: 29,6 °C
Lufttemperatur: 28,7 °C
Luftfeuchtigkeit: 73 %

Die Lage

Das Wetter war gut – und es gab keinen weiteren Bruch. Der Wind kam aus Ost und variierte sowohl in der Richtung um etwa ±25 Grad als auch in der Stärke zwischen 10 und 20 Knoten.

Die 300-Seemeilen-Marke haben wir in der Nacht abgehakt und uns anschließend an die „Jagd“ auf die 200er-Marke gemacht, denn kleine Zwischenziele verkürzen gefühlt die Zeit.

Ohne Spinnakerbaum konnten wir leider nicht direkt auf das Ziel zulaufen und halsten daher in großen Schlägen vor dem Wind. Wie tief wir dabei segeln konnten, wurde vor allem vom Vorsegel bestimmt, das bei zunehmender Tiefe in den Windschatten des Großsegels geriet und dann mit lautem Schlagen protestierte.

Das Ereignis des Tages

Eigentlich waren wir ganz froh, dass es heute kein besonderes Ereignis gab – die letzten Tage waren aufregend genug.

Bordalltag

Der Trinkwassertank wurde wieder gefüllt, und mit diesem Vorrat sollten wir bis zum Zielhafen gut auskommen. Soweit ich sehen konnte, war auch die gesamte Wasserversorgung dicht.

Unsere hauptsächliche Verbindung zur Außenwelt erfolgte über die provisorisch montierte Starlink-Antenne. Darüber holten wir uns täglich die neuesten Nachrichten – leider nicht immer erfreulich – und hielten Kontakt zu Freunden, Familie und anderen Seglern auf unserer Route. Auch die aktuellen Wetterdaten bezogen wir direkt aus dem Internet.

Nicht zu vergessen: Wir frischen gerade täglich unser Französisch mit Duolingo auf – schließlich wird das in den kommenden Monaten unsere Alltagssprache sein.

Ausblick

Auf den Wetterbericht konnten wir uns nur eingeschränkt verlassen. Die Windstärke wurde meist recht gut vorhergesagt, die Windrichtung lag jedoch häufig bis zu 20 Grad daneben.

Wir werden uns daher ohne große Umwege durch konsequentes Halsen dem Ziel annähern. Eine große Hilfe ist dabei unsere Windfahnensteuerung, die jede Winddrehung ausgleicht und das Boot zuverlässig unter einem konstanten Winkel zum Wind hält.


Westwärts. Meile für Meile.