
Nautische Daten (Mo. 16.3.26 12:00 GMT-9)
POS: 9° 53,8′ S 129° 34,5′ W
LOG: 2714 sm
ETMAL: 109 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 559 sm
ETA: 22.03.2026 (+6 Tage)
Wassertemperatur: 29,3 °C
Lufttemperatur: 29,1 °C
Luftfeuchtigkeit: 70 %
Die Lage
In dieser Nacht haben sich die Bedingungen deutlich geändert.

Ab Sonnenuntergang drehte der Wind weit in den nördlichen Sektor und blieb – bis auf kurze Ausnahmen – bis zum Sonnenaufgang dort. Leider haben wir dadurch die in den letzten Tagen gutgemachte Höhe über Nacht wieder eingebüßt.
Das Ereignis des Tages

Mit dem Sonnenaufgang fiel die Windgeschwindigkeit zeitweise unter 10 Knoten. Daher mussten wir unsere Besegelung ändern, um nicht den ganzen Tag mit schlagenden Segeln und nur zwei Knoten Fahrt vor uns hin zu dümpeln.

Für solche Bedingungen ist unser Parasailor genau das richtige Segel. Doch vorher war einiges an Arbeit nötig:
Der Baum der Genua musste abgebaut, das Vorsegel eingerollt und die Schoten gesichert werden. Anschließend setzten wir das Großsegel, um etwas Fahrt im Boot zu halten. Die größte Kraftanstrengung bestand jedoch darin, den Parasailor an Deck zu schaffen, alle Leinen zu entwirren und sauber zu verlegen.
Selbst das Setzen ist nicht ganz einfach – schnell wickelt sich das Segel um das Vorstag oder bildet eine sogenannte „Eieruhr“. Wenn er jedoch einmal steht und richtig ausgerichtet ist, segelt das Boot nahezu aufrecht und ohne jedes Rollen.

Für den stabilen Zug sorgt der im Segel eingebaute Flügel, der zusätzlichen Auftrieb erzeugt.

Die 125 Quadratmeter Tuch bringen unser Boot dabei auf etwa die halbe Windgeschwindigkeit – bei 10 Knoten Wind also rund 5 Knoten Fahrt.
Bordalltag
Ansonsten nichts wesentlich Neues: Die 600-Seemeilen-Marke haben wir noch in der Dunkelheit passiert.
Da der Himmel klar und mondlos war, konnten wir dafür umso besser die Sternbilder beobachten.

Durch Zufall gelang mir sogar ein nur gering verwackelter Schnappschuss des Sternbilds Skorpion – freihändig mit dem Smartphone aufgenommen.
Ausblick
Die Phase mit schwachem Wind wird vermutlich noch etwa einen Tag anhalten.

Wir machen das Beste daraus und nähern uns – wenn auch etwas langsamer – Meile für Meile unserem Ziel.
Westwärts. Meile für Meile.
Wow, da erkennt man tatsächlich einen Skorpion. Ja der Sternenhimmel im Süden ist schon beeindruckend. Vor allem, wenn man keine störenden Lichter um sich rum hat.
Es sind immer so tolle Berichte. Machst du gut, Hartmut.
Vielen Dank dafür. Wir sind voll mit dabei 😉
Viiiel Spaß euch weiterhin
Danke,
das motiviert zum weitermachen
H&R