
Nautische Daten (Sa. 14.3.26 12:00 GMT-8)
POS: 9° 51,7′ S 125° 51,7′ W
LOG: 2480 sm
ETMAL: 132 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 778 sm
ETA: 22.03.2026 (+8 Tage)
Wassertemperatur: 28,2 °C
Lufttemperatur: 27,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 77 %
Die Lage
Am Nachmittag hatte sich der Himmel regelrecht geputzt – rundum war keine einzige Wolke zu sehen. Der Wind blieb kräftig, entsprechend bauten sich auch die Wellen weiter auf.

Da wir nahezu platt vor dem Wind segeln, gerät das Boot nun immer häufiger ins kräftige Rollen, was das Leben an Bord deutlich unkomfortabler macht. Zudem drehte der Wind zunehmend auf Ost, sodass wir den direkten Kurs auf Hiva Oa nicht mehr halten konnten.
Das Ereignis des Tages
Da wir uns unserem Ziel nun in großen Schritten nähern, wurde es Zeit, uns um die Einreiseformalitäten für Französisch-Polynesien zu kümmern.

Hierfür müssen alle Skipper von Freizeitbooten vorab ein Onlineformular ausfüllen und verschiedene Dokumente hochladen, darunter Kopien der Pässe sowie der Bootsregistrierung. Diese enthalten die erforderlichen Angaben zu Boot und Crew für Zoll und Immigration.

Nach dem erfolgreichen Absenden erhielten wir umgehend eine Bestätigung, die später bei der Polizeistation in Hiva Oa vorgelegt werden muss.
Dieses Dokument bleibt bis zum Ausklarieren ein sogenanntes lebendes Dokument. Änderungen an der Crew oder das Anlaufen weiterer Inseln müssen darin jederzeit entsprechend aktualisiert werden.
Damit ist der Großteil der Bürokratie bereits erledigt, und bei der Ankunft auf Hiva Oa sollte das Einklarieren deutlich schneller gehen.
Alles digital – ganz schön fortschrittlich, die Franzosen.
Was würden wir nur ohne Starlink machen?
Bordalltag
Heute war auf dieser Passage zum ersten Mal eine Routenberechnung nötig.
Entweder lassen wir uns weiter nach Süden abdrängen und nehmen einen Umweg in Kauf, oder wir beginnen vor dem Wind zu halsen und nutzen die häufigen Winddreher, um möglichst viel Strecke nach Westen gutzumachen.

Unser Programm zur Routenplanung berechnete die zweite Variante als etwa einen halben Tag schneller. Außerdem erscheint sie uns sicherer – denn wer weiß schon, wie zuverlässig die Wettermodelle fünf Tage im Voraus wirklich sind.

Ansonsten nichts Neues: fliegende Fische entsorgen, die Trinkwassertanks wieder auffüllen und – vielleicht das Wichtigste – die Restmeilen beim Herunterzählen beobachten. So konnten wir am 22. Seetag gleich zwei Reststreckemarken abhaken: 900 und 800 Seemeilen.
Ausblick
Noch ist unsere Abschätzung einer Ankunft am Sonntag, den 22. März, möglich.

Das kann sich jedoch schnell ändern, denn für die Seetage 25 – 28 sind derzeit leichtere Winde vorhergesagt.