18. Seetag nach Franz. Polynesien – Südsee in Sichtweite der Gedanken

Nautische Daten (Di 10.3.26 12:00 GMT-7)
POS: 9° 47,2′ S 117° 37,5′ W
LOG: 1967 sm
ETMAL: 119 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 1265 sm
ETA: 23.03.2026 (+13 Tage)

Wassertemperatur: 28,0 °C
Lufttemperatur: 27,5 °C
Luftfeuchtigkeit: 76 %

Die Lage

Scheinbar sind wir der Südsee tatsächlich ein Stück näher gekommen: Heute hatten wir bereits den zweiten sonnigen Tag in Folge.

Wind und Wellen haben etwas nachgelassen. Dadurch sind wir zwar etwas langsamer geworden, kommen aber immer noch in großen Schritten unserem Ziel näher. Nach den vergangenen grauen Tagen fühlt sich das Segeln jetzt deutlich entspannter an.

Das Ereignis des Tages

Heute haben wir begonnen, uns intensiver mit unserem Ziel zu beschäftigen: den Marquesas-Inseln.

Hiva Oa ist eine von zwei Inseln, auf denen wir einklarieren können. Für die spätere Erkundung der Inselgruppe liegt sie jedoch besonders günstig.

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Zunächst interessieren uns vor allem die praktischen Fragen:
Wo darf geankert werden? Wo bekommt man Proviant? Und wie genau läuft das Einklarieren ab?Danach werden wir uns erst einmal eine kleine Ruhephase an Land gönnen – nach so vielen Tagen auf See sicher verdient. Ob

Bordalltag

Ein Thema unseres Bordalltags haben wir bisher noch gar nicht erwähnt: unsere (Nacht-)Wacheinteilung.

Tagsüber gibt es bei uns keine feste Wache, da sich ohnehin immer einer von uns im Cockpit aufhält und damit jederzeit die Rundumsicht gewährleistet ist.

Mit Sonnenuntergang beginnt dann unsere Nachtroutine:
Ich übernehme die erste Schicht für sechs Stunden, danach übernimmt Rita die zweite Hälfte der Nacht. Jobs die es dabei zu tun gibt: Horizont, AIS und Radar beobachten um Schiffsverkehr und Squalls frügzeitig zu erkennen.

Bindemitte: Kreuz des Südens

Bei klarem Himmel vertreiben wir uns die Zeit neben Lesen auch damit, die Sternbilder der südlichen Hemisphäre kennenzulernen.

Spätestens gegen 6 Uhr morgens übernehme ich wieder die Wache, bis sich langsam der Tagesrhythmus einstellt.

Ausblick

Da wir wegen des ausgedehnten Flautengebiets nördlich von uns bereits etwa auf der Breite der Marquesas segeln, profitieren wir kaum vom westwärts setzenden Strom, der einige hundert Meilen weiter nördlich verläuft.

Trotzdem kommen wir unserem Ziel jeden Tag um etwa 200 Kilometer näher und das Regengebiet scheint uns endgültig überholt zu haben.
Zum ersten Mal fühlt es sich so an, als würde die Reststrecke in der Sonne langsam schmelzen.