
Nautische Daten (So 8.3.26 12:00 GMT-7)
POS: 9° 36,5′ S 113° 32,4′ W
LOG: 1721 sm
ETMAL: 123 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 1507 sm
ETA: 23.03.2026 (+15 Tage)
Wassertemperatur: 27,8 °C
Lufttemperatur: 27,6 °C
Luftfeuchtigkeit: 78 %
Die Lage

Man könnte meinen, der Regen hätte uns wieder eingeholt. Die Sonne sehen wir nur noch gelegentlich hinter hohen Wolken – und noch seltener in kurzen Wolkenlücken.

Alle paar Stunden überholt uns eine Regenfront, die bis zu 30 Knoten Wind und 40 Grad Winddrehung mit sich bringt. Entsprechend chaotisch zeigt sich auch das Wellenbild. Mehrere Systeme überlagern sich, und so rollen wir zeitweise kräftig um unsere Längsachse.
Das Ereignis des Tages
Durch das trübe Wetter und den fehlenden Sonnenschein müssen wir derzeit etwas mit unserem Strom haushalten.

Die Kühlbox haben wir abgeschaltet und alles in einem Kühlschrank untergebracht. Auch Starlink wird nur noch eingeschaltet, wenn wir es wirklich benötigen. Ein Glück, dass heute weder Wasser produziert noch Brot gebacken werden muss.

Am späten Vormittag zeigte sich die Sonne dann doch noch und begann, unsere LiFePO₄-Batterien wieder zu füttern. Damit sollten uns über Nacht alle wichtigen Navigationssysteme zuverlässig zur Verfügung stehen.
Bordalltag
Inzwischen sind wir aus dem Abdeckungsbereich unserer elektronischen Seekarten hinausgesegelt. Der Wechsel auf eine andere, bereits aktivierte Kartenversion war jedoch schnell erledigt.

Plotter ausschalten, SD-Karte mit den Seekartendaten wechseln, Plotter wieder einschalten – und schon verschwand die Fehlermeldung vom Bildschirm. Die kartografierten Tiefenlinien wurden wieder korrekt angezeigt.
Mit rund 3.500 Metern Wassertiefe unter uns fühlt sich das Ganze allerdings immer noch beeindruckend weit draußen an.
Ausblick
Auf dem Satellitenbild sieht die Situation gar nicht so düster aus. Rund um uns herum sind durchaus größere sonnige Bereiche zu erkennen.

Was wir jedoch immer wieder unterschätzen: Hier draußen können sich Wolken innerhalb weniger Minuten neu bilden.
Jetzt, kurz vor dem Halbweg der Passage, gibt es ohnehin nur eine Option: durchhalten.
Westwärts. Meile für Meile.
Hallo zusammen,
Dann hoffe ich mal, dass ihr wieder genug Sonne bekommt, damit die ganze Elektrik ausreichend gut läuft und ihr auch wieder Brot backen könnt.
Lese fast jeden Tag eure Berichte und hoffe, dass ihr gut wieder in einem Hafen landet.
Viele Grüße.
Josef
Hallo Jo,
Wir haben jetzt den Halbweg übersegelt und ordnungsgemäß mit Rum begossen, ab jetzt geht es erfahrungsgemäß schneller. Der Pazifik ist schon elend weit !
Gruss
Rita & Hartmut