
Nautische Daten (27.2.26 12:00 GMT-6)
POS: 6° 53,0′ S 096° 33,5′ W
LOG: 635 sm
ETMAL: 123 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 2536 sm
ETA: –.–.—- –:–
Wassertemperatur: 27,9 °C
Lufttemperatur: 28,1 °C
Luftfeuchtigkeit: 84 %
Die Lage
Am Nachmittag war durch den anhaltenden Regen noch vieles klatschnass, doch langsam zeichneten sich wieder erste Konturen am Himmel ab.
Nach erneuter Durchsicht aller Wettermodelle entschieden wir uns, wieder den ursprünglichen Kurs in Richtung Südwest aufzunehmen, um den Umweg zu den Marquesas-Inseln nicht weiter zu vergrößern.

Mit 17 Knoten Wind, in Böen bis 23 Knoten, ging es durch die Nacht. Trotz einiger Squalls blieb sie überraschend trocken.
Das Ereignis des Tages

Da die Tage weiterhin stark bewölkt sind und unsere Solarpaneele entsprechend wenig Energie liefern, aktivierten wir heute wieder unsere Windfahnensteuerung – den Monitor. Dadurch entfällt der Stromverbrauch des elektrischen Autopiloten.
Der Monitor arbeitet rein mechanisch: Die Windfahne wird so eingestellt, dass sie bei konstantem Kurs senkrecht steht und mit ihrer Kante im scheinbaren Wind liegt. Ändert sich die Windrichtung, wird die Fahne zur Seite gedrückt und überträgt diese Bewegung über eine Hubstange und ein Getriebe auf ein Hilfsruder.

Dieses wirkt wie ein Verstärker und bewegt über Leinen das Hauptruder, bis wieder der gleiche scheinbare Windwinkel anliegt. Eine geniale Erfindung – allerdings müssen auch hier täglich die Leinen kontrolliert werden, da sie an den Umlenkungen stark belastet werden.
Bordalltag
Mein morgendlicher Job besteht darin, nach dem Ausreffen der Segel aus dem nächtlichen Sicherheitsmodus eine allgemeine Deckskontrolle durchzuführen.

Heute fanden sich nach längerer Zeit wieder mehrere fliegende Fische an Deck. Wenn man sie nicht frisch entsorgt, beginnen sie schnell zu riechen und kleben unschön am Teak.
Ausblick
Seit dem Kurswechsel machen wir wieder deutlich mehr Strecke in Richtung Ziel.

Für die kommenden zwei Tage ist laut Vorhersage jedoch kaum Wetteränderung zu erwarten: starke Bewölkung und Regen bei jedem Squall-Durchgang – die uns nun immerhin von achtern überholen.
Westwärts. Meile für Meile.
Hallo zusammen,
Nun scheint euch ja der Wind wieder in die richtige Richtung zu schieben.
Ich wünsche euch viel Erfolg und bald trockene Klamotten.
Viele Grüße.
Joe
Danke, können wir gebrauchen.
Wir dachten immer Südsee fühlt sich anders an 🙂