
Nautische Daten (22.2.26 12:00 GMT-6)
POS: 2° 14,5′ S 091° 48,1′ W
LOG: 168 sm
ETMAL: 85 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas
DTG: 2878 sm
ETA: –.–.—- –:–
Wassertemperatur: 30,1 °C
Lufttemperatur: 31,5 °C
Luftfeuchtigkeit: 62 %
Die Lage

Auch am zweiten Tag hatte sich an der windarmen Situation kaum etwas geändert. Das Meer lag weitgehend ruhig, nur eine sanfte Dünung erinnerte daran, dass wir uns mitten im Pazifik befanden. Vorwärts kamen wir nur mit Hilfe des Motors.
Das Ereignis des Tages
Die spiegelglatte See bescherte uns dafür besondere Begegnungen.
Zunächst kreuzte eine Schule Grindwale in aller Ruhe unseren Kurs. Ohne Hast, fast beiläufig, zogen sie durch das klare Wasser – ein stiller, beeindruckender Moment.
Später zeigte uns eine Delfinschule eindrucksvoll ihre Jagdtechnik. Mit hoher Geschwindigkeit schossen sie durch das Wasser, koordiniert und präzise mit vielen Luftsprüngen – ein völliger Kontrast zur trägen Windlage.
Bordalltag

Die ruhigen Bedingungen nutzte ich, um den in den vergangenen zwei Tagen verbrauchten Diesel aus den Reservekanistern in den Haupttank umzufüllen. Die Kanister waren in der Heckbackskiste gelagert – das Umpumpen brachte nebenbei auch eine bessere Gewichtsverteilung an Bord.

Zudem produzierten wir mit unserer Entsalzungsanlage ca. 100 Liter frisches Trinkwasser. Die Tanks und Kanister wurden aufgefüllt, und sogar 20 Liter für eine Dusche waren drin – ein kleiner Luxus mitten auf dem Ozean.
Ausblick
Auch wenn der Autopilot Kirke zuverlässig und ohne unser Zutun auf Kurs hält, kommt keine Langeweile auf. Auf See gibt es immer etwas zu kontrollieren, zu optimieren oder vorzubereiten.
Noch warten wir auf den Südostpassat. Bis dahin heißt es: Geduld bewahren, Meilen sammeln und das Meer nehmen, wie es sich zeigt.
wow, das sind interessante Begegnungen, so lange sie nicht das Boot als Spielzeug benutzen wollen. Bin gespannt, wer noch euren Weg kreuzen wird. lb.Grüße aus dem wenig interessanten Sillenbuch