Schadensanalyse im Ankerkasten

Bereits gestern hatten wir auf Empfehlung von Andrea und Michael von der SY Gleda Kontakt mit Omar aufgenommen und uns für den nächsten Morgen zur Begutachtung des Schadens sowie zur Besprechung der Reparatur verabredet. Er hatte ihnen bei ihrem Notstopp ebenfalls mit Epoxid-Arbeiten geholfen.

Kurz nach Tagesanbruch machte ich mich daran, den Ankerkasten auszuräumen, um die beschädigte Stelle zu suchen. Man glaubt kaum, wie viel Material in diesem relativ kleinen Kasten verstaut war: ein Ersatzanker, mehrere Ankerstopper und verschiedene Leinen sowie eine Ankerboje. Nicht zu vergessen, im unteren Bereich lagerten — sofern wir nicht vor Anker lagen — 70 m 10-mm-Kette und 30 m Ankertrosse.

Nachdem der Kasten ausgetrocknet war, konnten wir eindeutig zwei Risse im Boden erkennen.

Durch diese Risse konnte Wasser in den kleinen Raum unterhalb des Ankerkastens eindringen. Wie lange die Risse bereits existierten, wissen wir nicht — doch der Zahn der Zeit hatte offenbar an der Schottwand genagt und zu ihrem nun durchnässten Zustand geführt.

Omar, der hier vor Ort eine Segelschule betreibt, beschafft jetzt das notwendige Material und will morgen mit den Arbeiten beginnen.