Offiziell eingereist in San Cristóbal

Nachdem wir am frühen Morgen in Puerto Baquerizo Moreno angekommen waren, hatte unser Agent für den Nachmittag den Besuch der Behördenvertreter an Bord zur Durchführung des Einreiseprozesses organisiert.

Pünktlich wie vereinbart legte um 15 Uhr das Taxiboot mit zwölf Personen bei uns an. Nachdem fast alle im Cockpit Platz gefunden hatten, begann der Port Captain mit der Untersuchung unseres gemeldeten Notfalls. Er bestätigte diesen zügig und gewährte uns daraufhin die Einreise.

Der Taucher war zu diesem Zeitpunkt bereits im Wasser und überprüfte unseren Rumpf auf unerwünschten Bewuchs — auch er gab Entwarnung: „Alles sauber.“ Kein Wunder, ich hatte zuvor auf hoher See nochmal alles geputzt.

Rita füllte die Einreiseformulare für die Immigration aus, während ich der Dame vom Gesundheitsamt unsere Erste-Hilfe-Ausrüstung zeigte. Nach einem Blick in den Impfpass bezüglich der Gelbfieberimpfung war auch sie zufrieden. Anschließend wurden noch unsere Lebensmittel kontrolliert; da wir außer Zwiebeln und Knoblauch nichts Frisches mehr an Bord hatten, war dieser Punkt schnell erledigt.

Danach wurden sämtliche Papiere fertiggestellt und mir zur Unterschrift vorgelegt — und, noch wichtiger, zum Abstempeln mit unserem Schiffsstempel. Bislang hatte noch niemand einen Stempel von uns verlangt. Wir hatten zwar einen, doch erst jetzt bekam das Ganze dadurch einen wirklich offiziellen Charakter.

Nach etwa einer halben Stunde verließen alle das Boot; nur eine Person blieb an Bord, um das Schiff gegen mögliches Ungeziefer auszuräuchern.

Die zwei Stunden, die wir das Boot nicht betreten durften, nutzten wir für einen ersten Orientierungsrundgang durch Downtown und um Geld am Bankautomaten abzuheben. Die Einreisegebühren von 1.700 US-Dollar waren noch an unseren Agenten zu bezahlen. Gut, dass wir mehrere Kreditkarten dabeihatten — die Automaten geben nämlich jeweils nur 200 US-Dollar pro Abhebung aus.

Zum Tagesabschluss zog es uns in ein Restaurant an der Uferpromenade. Das Bier war ausgezeichnet, und auch das Abendessen ließ keinerlei Wünsche offen.

Ein Gedanke zu „Offiziell eingereist in San Cristóbal“

  1. Hallo Hartmut,
    Das hört sich ja jetzt (von den Dollars mal abgesehen) ja alles gar nicht mehr so furchtbar an, wenn man sich im „sicheren Hafen“ befindet.
    Bis dahin war es aber bestimmt nicht vergnügungssteuerpflichtig.
    Ich wünsche euch viel Erfolg und hoffe, dass alles erfolgreich verläuft und ihr die gegebenenfalls notwendigen Materialien/Ersatzteile zügig bekommt.
    Viele Grüße.
    Joe

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