12. Seetag – Gefangen in einer Langleine

Nautische Daten (31.1.26 12:00 GMT-6)
POS: 0° 49,9′ N 095° 16,5′ W
LOG: 1205 sm
ETMAL: 122 sm
Dest: Franz. Polynesien – Marquesas Inseln
DTG: offen
ETA: offen

Wassertemperatur: 27,6 °C
Lufttemperatur: 28,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 72 %

Der restliche Tag verlief ruhig, und ein so intensives Abendrot hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.

Gegen vier Uhr morgens – der Mond war gerade untergegangen – entdeckte ich an Steuerbord ein grünes und ein weißes Licht, geschätzte Entfernung etwa eine Seemeile. Kurz darauf wurde der Wind schwächer und drehte so, dass wir dem unbekannten Licht näherkamen. Also starteten wir die Maschine und fuhren Richtung Süden, doch wir kamen nicht richtig voran. Ein Blick ins Kielwasser zeigte, dass wir uns eine Langleine eingefangen hatten.

Es war ein ganzes Stück Arbeit, die Leine beziehungsweise den Auftriebskörper mit dem Bootshaken an Deck zu bekommen und zu sichern. So konnten wir sicherstellen, dass sich beim Durchtrennen der Leine kein Teil davon in Schraube oder Ruder verfing.

Dann zwei Schnitte – und die Leinen rauschten davon. Wir waren wieder frei, und die Fahrt ging um einen Float reicher ohne Widerstand weiter.

Das war leider noch nicht alles, wir haben leichten Wassereinbruch vom Ankerkasten in den Innenraum, ei winziges Rinnsal aber macht auf Dauer auch etwas aus.