11. Seetag – Abschied von Galápagos

Nautische Daten (30.1.26 12:00 GMT-6)
POS: 1° 25,5′ N 093° 26,1′ W
LOG: 1083 sm
ETMAL: 125 sm
Dest: offen
DTG: offen
ETA: offen

Wassertemperatur: 27,7 °C
Lufttemperatur: 28,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 72 %

Wo Vögel sind, gibt es auch Fisch. Das nervöse Geschrei der Seevögel war schon von Weitem zu hören. Ebenso wild, wie sie sich ins Wasser stürzten, waren auch die Delfine unterwegs. Sie hatten allerdings keine Zeit, um bei uns am Boot zu spielen. Doch nicht nur Vögel und Delfine waren auf der Jagd – wir sahen auch etliche große Thunfische, die aus dem Wasser sprangen.

Zum Sonnenuntergang hatten wir endlich den nördlichsten Punkt des Sperrgebiets erreicht. Und obwohl es stark bewölkt war, konnten wir die nördlichste Galápagos-Insel, die Isla Darwin, am Horizont erkennen.

Die nächsten 30 sm bis zum Ende des Sperrgebiets gestalteten sich noch einmal spannend. Wie aus dem Nichts schlug die Windrichtung innerhalb von Sekunden von Südost auf Nordwest um. Im Restlicht des vom Wolken verdeckten Mondes konnten wir den Auslöser erkennen: ein langgezogenes tiefhängendes Wolkenband, entlang dessen Nordseite wir nun segelten.

Am Ende des Sperrgebiets steuerten wir unter Motor erneut unter dem Wolkenband hindurch – und wiederholten das gleiche Spiel: ein unvermittelter Winddreher um 180 Grad.

Wir nutzten die Gelegenheit, unter Motor noch etwas Strecke gutzumachen und uns aus dieser Konvergenzzone zu lösen. Mit dem Sonnenaufgang setzten wir wieder alle Segel und nahmen Kurs auf Französisch-Polynesien.

Die Osterinsel jedoch ist unter diesen Windverhältnissen nicht mehr oder nur sehr zeitraubend durch Kreuzen erreichbar. Ein Lichtblick, im Südwesten bricht dafür langsam wieder die Wolkendecke auf.