
Nautische Daten (24.1.26 12:00 GMT-5)
POS: 2° 51,7′ N 083° 43,8′ W
LOG: 434 sm
ETMAL: 54 sm
DTG: 2330 sm
ETA: offen
Wassertemperatur: 28,4 °C
Lufttemperatur: 30,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 65 %

Der Nachmittag verlief wieder sehr ruhig. Der einzige Unterschied: Wir hatten nun Wind aus südlicher Richtung. Für echten Passatwind, wie man ihn anhand der Wolken vermuten könnte, war es jedoch noch zu früh. Laut den Wetterkarten können wir damit erst ab dem Äquator rechnen.

Bereits vor dem Sonnenuntergang war es vorbei mit dem Segeln. Bei 3–4 kn Wind aus südwestlicher Richtung und etwa 1 kn Strom aus Westen war es eine Kunst, Kirke unter Segel so zu positionieren, dass wir beim Driften nicht jede Stunde um eine Seemeile zurückgetrieben wurden. Gegen 21 Uhr, als der Wind auf 5 kn zulegte, gelang es uns wieder mit etwa 1 kn Fahrt gegen den Strom nach Westen zu segeln.

Mit dem Sonnenaufgang drehte der Wind auf SSW und nahm geringfügig auf 7–9 kn zu. Das war die Gelegenheit, alles an Tuch zu setzen, was zuvor allein wegen des Eigengewichts der Segel nicht einmal zum Stehen gekommen wäre.

Die Anzahl der Seevögel hat in den letzten Tagen ebenfalls abgenommen. Diese zwei Gesellen jedoch waren hartnäckig und wollten ihren Logenplatz nicht aufgeben. Erst als ich mich selbst drei Mal eine gute Viertelstunde am Bugkorb aufhielt, wurde es ihnen entweder zu mühsam oder zu ermüdend vom ständigen Anfliegen, sodass sie sich schließlich weit ab vom Boot auf dem Wasser niederließen.

Mit leichtem Wind ist das Segeln zwar angenehm – keine Welle und kaum Schräglage stören die Ruhe des Dahingleitens –, doch Geschwindigkeits- oder Streckenrekorde lassen sich damit nicht erzielen. Wir werden wohl noch ein paar Tage hier in den Doldrums herumdümpeln müssen.
Ok, wenig Wind, wohl auch in den nächsten Tagen, aber bei 26° lässt sich das doch aushalten.😉 Silvia meint lieber so, als schlechtes Wetter. Angelt ihr dann mehr? LG Martin
Die Antwort – siehe Seetag 6
Gruss H&R