
Nautische Daten (21.1.26 12:00 GMT-5)
POS: 5° 05,7′ N 081° 06,8’W
LOG: 223,8 sm
ETMAL: 78,0 sm
DTG: 2540 sm
ETA: offen
Wassertemperatur: 28,1 °C

Der zweite Tag gestaltete sich schwierig. Gegen Mittag war der Wind nahezu vollständig eingeschlafen. Mit mäßigem Erfolg versuchten wir durch Kreuz- und Querfahren etwas Fahrt im Schiff zu halten, denn andernfalls wurden wir von der alten Restsee unangenehm durcheinandergewürfelt.

Dafür nahm der Besuch ungebetener Fluggäste deutlich zu. Vermutlich suchten sie ein trockenes Plätzchen für die Nacht. Da wir jedoch wenig Lust hatten, am nächsten Tag das Boot von Guano zu befreien, vereitelten wir sämtliche Landeversuche konsequent.

Mit Einbruch der Dunkelheit verschwand auch der letzte Windhauch. Gegen 21 Uhr starteten wir schließlich den Motor. Laut Wetterbericht hätten wir eigentlich segelbaren Wind haben sollen – so viel zu Wettervorhersagen in den Tropen. Erst gegen Mitternacht setzte endlich wieder eine leichte Brise ein, die wir sofort zum Segeln nutzten. Ab etwa 2 Uhr lief es dann wieder ganz ordentlich, und wir machten immerhin rund 5 Knoten Fahrt.

Der schönste Moment des Tages ist die blaue Stunde, wenn die stockfinstere Nacht langsam dem Tag weicht. Da es hier jedoch kaum Dämmerung gibt, dauert dieses Schauspiel nur wenige Minuten.
Abgesehen davon gab es – außer Wasser rundum – nicht viel Neues zu berichten.