Nach Teneriffa

Heute war frühes Aufstehen für die Überfahrt nach Teneriffa angesagt. Mit den ersten Sonnenstrahlen und bei leichtem Nieselregen waren wir dann zum Auslaufen bereit.

Zuvor über Funk angefordert, wurde das Schleusentor um 7:45 Uhr geöffnet um direkt hinter uns wieder geschlossen zu werden. Unser ungarischer Nachbar, der auch auslaufen wollte, hatte nicht so viel Glück. Wegen eines einlaufenden Frachters musste er auf die nächste Öffnung fast zwei Stunden warten.

Bereits nach wenigen Seemeilen hatten wir wieder unsere Begleiter. Irgendwie kam es uns so vor, als ob Kirke sich dadurch angespornt fühlte. Bei vier bis fünf Beaufort zogen wir mit nahezu sieben Knoten durch das Wasser unsere Bahn. Lediglich der starke Gezeitenstrom vermochte es, uns hin und wieder etwas zu bremsen.

Ab Mittag lichteten sich die Wolken und gaben ab einer Entfernung von 50 km die Sicht auf den Teide frei. Trotz Sonne fühlte sich die Luft mit 20 Grad im Wind sehr kalt an.

Erst in der Nähe von Teneriffa ging der Wind auf 3 Beaufort zurück, blieb aber in der Richtung gleich. So war es möglich, ohne weitere Manöver unser Ziel zu erreichen.

Nach exakt 10 Stunden hatten wir im Hafen festgemacht. Vorläufig liegen wir am Kopfsteg, da weder Hafenmeister noch Security vor Ort waren. Unseren Liegeplatz werden wir wohl erst morgen bekommen.

Mañana mañana

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